| |
|
| |
Ulrike Allroggen | Feministisches Institut |
Referentin für Geschlechterdemokratie / Internationale Frauen- und Geschlechterpolitik
Arbeitsgebiete
- Planung und Koordination von Projekten und Veranstaltungen
- Arbeit an der konzeptionellen Weiterentwicklung
- Aufbau eines internationalen Dialogs zur Zukunft von Geschlechterpolitik und zur Auseinandersetzung mit politischen und religiösen Fundamentalismen
- Ausbau und Pflege von Kontakten zu (inter)nationalen ExpertInnen und
FunktionsträgerInnen
- Betreuung der Praktikantinnen und Honorarmitarbeiterinnen
Biografie
Ulrike Allroggen ist 1969 in Berlin geboren und hat an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften studiert. Die Auseinandersetzung mit Gandhi, Beauvoir, Arendt und Luxemburg sowie Projektaufenthalte in Indien, wo sie u.a. Medha Patkar und AktivistInnen der Anti-Narmada-Staudamm-Bewegung traf, die Mitarbeit beim „Greenhouse Gathering“ 1995 in Berlin und die erneute Debatte um den §218 Anfang der 90er Jahre gaben den Ausschlag für ihr anhaltendes politisches Engagement. Seit Ende der 90er Jahre ist sie v.a. in transnationalen BürgerInnennetzwerken für ein direktdemokratisches, föderales Europa aktiv. Unter dem Motto „Lust auf Politik?! – Einmischung erwünscht!“ arbeitet sie seit vielen Jahren als freiberufliche Dozentin in der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung. Ihre Themenschwerpunkte sind: Europäische Integration / soziale Bewegungen in Europa / Verfasstheit der EU (Demokratiefragen, Erweiterungsprozeß, „Die Grenzen Europas“); feministische Theorien / internationale Frauenbewegungen / Frauen- und Gleichstellungspolitik / Gender Mainstreaming; Osteuropa, Südasien. Ulrike Allroggen ist Mitglied bei Bündnis 90/DIE GRÜNEN, der Humanistischen Union sowie im Vorstand des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.
Bis Ende 2005 war Ulrike Allroggen als Assistentin der Geschäftsführung des Feministischen Instituts tätig. Seit 2006 arbeitet sie nun als Referentin an den thematischen Schnittstellen von feministischen und geschlechterdemokratischen Theorie- und Politikansätzen. Die beiden zuständigen Abteilungen in der Heinrich-Böll-Stiftung (Feministisches Institut und Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie) befinden sich derzeit in einem Transformationsprozess zu einer gemeinsamen Arbeitseinheit. [In eigener Sache]
Veröffentlichungen
- Neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Materialien für die frauenpolitische Arbeit zusammengestellt von Ulrike Allroggen und Susanne Thoma, Hrsg. Frauenreferat Bündnis 90/DIE GRÜNEN Berlin, 1995
- (K)Eine Schwester?! Deutsche Frauenbewegung in Ost und West. Allroggen, Ulrike/Miethe, Dr. Ingrid, in: Frauen Macht Politik. Tagungsband, Hrsg. Frauenreferat Bündnis 90/DIE GRÜNEN Berlin, 1996
- Realisierung einer utopischen Vision. Dokumentation des 1. Berliner Frauenparlamentes 1999 zusammengestellt von Ulrike Allroggen, Claudia Dunst und Birgit Erbe, Hrsg. Bildungswerk Berlin, 1999
- Was bringt Europa den Frauen? Feministische Beiträge zu Chancen und Defiziten der Europäischen Union. Ulrike Allroggen, Tanja Berger, Birgit Erbe (Hg.), Argument Sonderband Neue Folge AS 289, Februar 2002
- Quotenmänner für die Erziehung. Ein Gespräch mit Sanem Kleff, geführt von Ulrike Allroggen und Verena Walter, in: Stachlige Argumente Nr. 135, Zeitschrift von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Berlin, Heft 3, 2002; Schwerpunktheft „Geschlechter-Geflüster“, Redaktionsteam: Ulrike Allroggen, Marion Böker, Anette Cordes, Katja Hemke, Pia Kaiser
Was heißt Feminismus?
„Feminismus ist keine Partei und keine Organisation, sondern Ausdruck eines Bewußtseins, das heute in alle Lebensbereiche und auch in die männerbeherrschten Institutionen, Organisationen und Parteien dringt. ... Feminismus wird da konkret, wo zwei, drei Frauen zusammen reden und handeln! Wo Frauen beginnen, zu fragen, statt zu gehorchen, zu kämpfen, statt hinzunehmen. ... Es geht nicht darum, sich ohne Männer zu emanzipieren, sondern es geht darum, Männer nicht länger mit der Bitte um Einsicht, sondern mit eigenen Einsichten und daraus gezogenen Konsequenzen zu konfrontieren.“
Quelle: Alice Schwarzer, 1975, S. 235f.
Aktualisiert: 05.09.2008, meb
|
|